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Universität von Ulster, GB

Rohrleitungssystem aus Polybuten für die Universität von Ulster in Coleraine

Die Universität von Ulster in Coleraine, Nordirland, erforschte Möglichkeiten der Nachrüstung eines neuen Fernwärme-Rohrleitungssystems zur Beheizung eines großen Sportzentrums, einer Studentenvereinigung und von 13 einzelnen Wohnblöcken. Die Installation sollte bei minimalen Wartungsanforderungen schnell, wirtschaftlich und langlebig sein.
Die Baubeschreibung definierte ein Rohrleitungssystem aus Polybuten, weil es Bestwerte in Langlebigkeit, Flexibilität und ein geringes Gewicht vereint.
 


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Abschluss mit Auszeichnung für ein Rohrleitungssystem aus Polybuten während einer großen Renovierung des Hauptcampus der Universität von Ulster in Nordirland.

PB-1 kombiniert Flexibilität mit ausgezeichneter Kriech- und Berstdruckfestigkeit und gewährleistet Langlebigkeit und einfache Installation.

Die Universität von Ulster in Coleraine, Nordirland, beherbergt über 4.500 Studenten, von denen knapp 400 tatsächlich auf dem Hauptcampus wohnen.

Sie verfügt über diverse Anlagen, darunter ein großes Sportzentrum, eine Studentenvereinigung und 13 einzelne Wohnblöcke.

Bei einem solch großen Campus stand ein effizientes Heizungssystem während der Bauarbeiten in Coleraine besonders im Vordergrund. Für gewöhnlich verwenden Campusbauprojekte wie die Universität von Ulster Fernwärme mit einer zentralen Heizkesselanlage, die die einzelnen Gebäude auf dem Campus durch ein Rohrleitungsnetzwerk sowohl mit Wärme als auch Warmwasser versorgt. Das ist wesentlich wirtschaftlicher als einzelne Heizkessel in jedem Gebäude.

Historisch betrachtet hat es jedoch viele Probleme mit der so genannten Fernwärme gegeben. In den 1980er Jahren etwa verursachte Korrosion am Stahlrohrnetz Probleme in den weiter außerhalb liegenden Gebäuden, die die zentrale Heizkesselanlage zur Versorgung mit Wärme und Warmwasser brauchen. Durch die Entwicklung von Kunststoffen wie Polybuten-1 (PB-1) wurde die Verwendung und Entwicklung der Technik auf der Fernwärme gründet für Installateure viel einfacher, wodurch das System wesentlich effizienter und effektiver läuft.

Der beratende Ingenieur für das Projekt an der Universität von Ulster wurde angewiesen, in der Baubeschreibung ein vielseitiges Material für das System anzufordern, das weder korrodiert noch mechanische Verbindungen benötigt. PB-1 erwies sich für das Projekt als perfekt geeignet und bot gegenüber traditionelleren Materialien von Wettbewerbern viele Vorteile.
 

Mit langem Atem

Zunächst kombiniert PB-1 die ihm eigene Flexibilität mit ausgezeichneter Kriech- und Berstdruckfestigkeit und gewährleistet Langlebigkeit und einfache Installation. Diese ihm eigene Flexibilität bedeutet, dass sich Rohrleitungen aus PB-1 leicht transportieren und über weite Entfernungen anpassen sowie in einen engeren Radius biegen lassen, ohne dass sie zuvor temperiert oder zusätzlich verbunden werden müssen.

Dieser Faktor war für die Universität vorrangig, damit die Installation so schnell und unkompliziert wie möglich durchgeführt werden konnte, ohne die Studenten zu beeinträchtigen. Zusätzlich wurde die Installation dadurch vereinfacht, dass Rohrleitungen aus PB-1 durch Schmelzschweißen miteinander verbunden werden können, eine Technik, mit der die meisten Installateure inzwischen vertraut sind.

Schmelzschweißen führt zu homogenen Verbindungen, die sich nicht mit der Zeit auseinander bewegen, und das macht die eigentliche Rohrleitung noch stärker und verlängert ihre Lebensdauer. Für die Universität war das wichtig, denn sie verlangte ausdrücklich nach einem Material, das minimale Wartung erfordert, damit auch später etwaige Beeinträchtigungen auf dem Campus so gering wie irgend möglich bleiben.

Die Verwendung von PB-1 führte für die Universität zu wesentlichen Kosteneinsparungen. Schmelzschweißen ist die bei weitem schnellste und effektivste Methode zur Verbindung von Fernwärmeinstallationen. PB-1 hat sich darüber hinaus bezogen auf die Betriebskosten als wirtschaftlich erwiesen, da es im Vergleich zu Stahl deutlich effizienter gegen Wärmeverlust schützt und hier Ersparnisse von über 40 % bringt.

Die guten Werte, die PB-1 beim Innendurchmesser erzielt, trugen zu weiteren Kosteneinsparungen bei, weil man verglichen mit der entsprechenden Rohrleitungsgröße von Stahl kleinere Durchmesser benutzen kann. Die ursprüngliche Hauptleitung vom Kesselhaus wurde mit 125 mm bemessen, und sämtliche übrigen Verteilerleitungen liegen bei 110 mm und weniger.

„Mit PB-1 verbinden sich eine Menge Vorzüge, zum Beispiel die Flexibilität der Rohrleitungen, die leichte und schnelle Installation und die lange Betriebsdauer“, erläutert Christian Engel vom Verband für Polybutylen-Rohrleitungssysteme (PBPSA). „Die Universität von Ulster hatte konkrete Anforderungen an ihr Fernwärmesystem, und PB-1 erwies sich für das Projekt als perfekt geeignet und bot sowohl den Installateuren als auch den Endverbrauchern viele Kosteneinsparungen. Diese Fallstudie ist ein ausgezeichnetes Beispiel für die Vorteile von PB-1 und zeigt, wie Rohrleitungssysteme aus PB-1 auch die anspruchsvollsten Konstruktionskriterien erfüllen können.“
 

Bearbeitete Fassung eines Artikels aus „Plumbing, Heating and Air Movement News“.

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Polybuten-1 wird häufig auch als Polybuten, PB, PB-1 oder Polybutylen bezeichnet.

Die PBPSA-Mitglieder verkaufen Polybuten-1 nicht für Rohrleitungsanwendungen, die für den Gebrauch in Nordamerika vorgesehen sind, und den Kunden und Händlern dieser Parteien ist es untersagt, aus PB-1 hergestellte Produkte für den Gebrauch in Rohrleitungsanwendungen für Nordamerika zu verkaufen.
 

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