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Säntis 2000 Expansion, CH

Durch Säntis 2000 wurden die Tourismus- und Kommunikationseinrichtungen auf dem Alpsteinmassiv erweitert.

Säntis 2000 war ein ehrgeiziges Vorhaben zur Renovierung und Erweiterung der Kommunikations- und Tourismuseinrichtungen auf dem höchsten Berg des Alpsteinmassivs in der Ostschweiz. Während des Baus war Säntis 2000 die höchste Baustelle in Europa. Zu dem Projekt gehörten außerdem die Erweiterung des Restaurants und anderer öffentlicher Räume, der Ausbau der nördlichen und südlichen Höhlen und der Bau eines neuen Sendeturms für ein schweizerisches Telekommunikationsunternehmen.

PB-1 Fallstudie mit freundlicher Genehmigung von GF Piping Systems bereitgestellt
 


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Während des Baus war die Erweiterung von Säntis 2000 die größte Baustelle in Europa

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Alle Projektmaterialien mussten per Hängebahn transportiert werden. Das geringe Gewicht von PB-1 war dabei von Vorteil

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Ein Grund dafür, warum das PB-1-System von INSTAFLEX ausgewählt wurde, war seine Widerstandsfähigkeit gegen Frost.

Während des Baus war die Erweiterung von Säntis 2000 die größte Baustelle in Europa
Alle Projektmaterialien mussten per Hängebahn transportiert werden. Das geringe Gewicht von PB-1 war dabei von Vorteil
Ein Grund dafür, warum das PB-1-System von INSTAFLEX ausgewählt wurde, war seine Widerstandsfähigkeit gegen Frost.

Eine schwierige Baustelle

Nicht nur die besonderen Wetterbedingungen, sondern auch die Anforderungen des Kunden übten einen beträchtlichen Einfluss auf die Ausführung der Bauarbeiten aus. Eine Herausforderung war die Vereinbarung, dass die Seilbahn während der Bauphase in Betrieb bleiben sollte. Die Sicherheit der Touristen und ihre Möglichkeit, sich frei zu bewegen, hatten oberste Priorität. Dies machte die Arbeitsabläufe in gewisser Weise komplizierter. Der Transportlogistik musste besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, da alle Materialien und Menschen mit der Seilbahn transportiert werden mussten. Der Einsatz von Hubschraubern war nur in besonderen Fällen erlaubt und erforderte das schriftliche Einverständnis des Kunden. Außerdem mussten die verbliebenen Baumaterialien in transportierbare Einheiten verpackt, ins Tal gebracht und gemäß den geltenden Vorschriften entsorgt werden.


Strenge Kriterien bei der Wahl des Rohrmaterials

Durch die extremen Wetterbedingungen und die schwierige Erreichbarkeit wurden die strengen Kriterien für die Auswahl des Trinkwasserinstallationssystems festgelegt. Das Ingenieurbüro von Jörg Alder in Herisau wurde mit der Planung der Hausinstallationen für das Säntis-2000-Projekt beauftragt. Da sich der Säntis isoliert im Voralpenland befindet, herrschen extreme klimatische Bedingungen, die mit denen auf einer Höhe von über 3000 m im Hochgebirge vergleichbar sind.

Um eigenständig zu sein, gibt es Wasserreservoirs für Trink- und Löschwasser mit einem Fassungsvermögen von 500.000 Litern. Das Oberflächenwasser wird in einer Aufbereitungsanlage behandelt, um als Trinkwasser verwendet zu werden, oder es wird frisches Quellwasser von der Alm in der Schwägalp per Seilbahn zum Gipfel gebracht. Zahlreiche Überlegungen haben zur Wahl des Trinkwassersystems geführt. Die Kriterien waren sowohl vielfältig als auch streng.


Funktionsprüfung für das Trinkwassersystem aus Polybuten-1 von INSTAFLEX

Es wurde ein korrosionsfreies System benötigt, nicht nur wegen der Regenwasseraufbereitung und der Qualität dieses Wassers, sondern auch wegen der Gefahr von Korrosionsschäden aufgrund von Partikeln, die aus den verzinkten Stahlrohren, die nicht erneuert wurden, eingespült werden.

Wegen der extremen Wetterbedingungen, mit niedrigsten Temperaturen um -30 °C und Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h wurde der Frostschutz zu einem großen Problem. Im Januar 1997 wurde die Frostbeständigkeit des Polybuten-1-Systems von INSTAFLEX auf dem Gipfel des Säntis getestet.

Verschiedene Probekörper wurden mit Wasser gefüllt, unter einen Druck von 5 bar gesetzt und den extremen Wetterbedingungen ausgesetzt. Dieser Feldversuch auf dem Säntis zeigte zweifelsfrei, dass es keine negativen Auswirkungen auf die Sicherheit des Rohrleitungssystems hatte, wenn eine Polybuten-1 (PB-1)-Installation aus Vollkunststoff von INSTAFLEX gefriert.

Eine weitere Schlussfolgerung, die aus diesem Test gezogen wurde, war, dass es keinen Unterschied machte, ob das gesamte Rohrleitungssystem oder nur ein Teil davon gefriert. Außerdem wurde mit diesem Test die außergewöhnliche Kältebeständigkeit von Polybuten-1 nachgewiesen. PB-1 von INSTAFLEX kann auch bei kalten Temperaturen von bis zu -10 °C verarbeitet werden. Um eine zuverlässige Wasserzufuhr zu gewährleisten, um Brände in diesem Gebäudekomplex zu löschen, in dem der Zugang so schwierig ist, wurden alle Löschwasserleitungen mit verzinkten formbaren Eisenarmaturen von GF Piping Systems ausgestattet.


Die Stimme der Erfahrung

Thomas Dörig, Mitglied des Ingenieurbüros Jörg Alder und Verantwortlicher für die Projektplanung äußerte zu seiner Erfahrung Folgendes: „Alle Trinkwasserinstallationen – vom Verteilerrohr im Hauptbahnhof über die Armaturen, die vollständig aus PB-1 bestehen, bis zur letzten Zapfstelle – wurden mit dem System von INSTAFLEX geplant und unter Verwendung einer einheitlichen Verbindungstechnik durchgeführt. Mit so vielen ineinandergreifenden Teilen im Rohrsystem war der Raum zum Arbeiten häufig sehr eng. Vor allem in der Trinkwasseranlage mit sehr wenig Spielraum ließen sich dank des Systems von INSTAFLEX mit all seinen Möglichkeiten viele unserer Probleme lösen. Erwähnenswert ist auch, dass alle Deckenrohre für alle Abmessungen ohne Kompensatoren, flexible Teilstücke oder Dehnungsbögen geplant werden konnten.“

Albert Singer von der Sulzer Infra Ostschweiz AG, Verantwortlicher für die Installation, sagt: „Für uns war es die erste große Baustelle mit INSTAFLEX. Aber im Gegensatz zu allen erdenklichen Negativszenarien funktionierte die Trinkwasserinstallation mit INSTAFLEX reibungslos. Mit der technischen Unterstützung der Handelsvertreter von GF Piping Systems verlief die Installation von INSTAFLEX schnell, einfach und rational. Die enorme Flexibilität von Polybuten-1 und das geringe Gewicht der Rohrleitung ermöglichten es, lange Abschnitte mit der zuverlässigen z-Dimensionsmethode vorzufertigen. Mit den präzisen Schweißmaschinen von INSTAFLEX war es kein Problem, Rohrleitungsabschnitte von bis zu 30 m und noch größere Maße vorzufertigen. Die Abmessungen sind bis auf den Millimeter genau. Die flexiblen und leichten Segmente der Rohrleitung konnten einfach transportiert und durch automatisches Heizwendelschweißen – auch in einer weniger idealen Platzsituation – ziemlich schnell verbunden werden. Durch den Festeinbau war es möglich, die vielen langen Segmente von INSTAFLEX ohne Dehnungsbögen und Kompensatoren auf – wie sich herausstellte – verblüffend einfache Weise zu installieren.

Die richtige Installation mit dem Polybuten-1-System von INSTAFLEX ermöglichte einen Befestigungsabstand von 1,50–2,00 m. Dabei gewann der Faktor der geringen Ausdehnungskraft des PB-1-Materials an Bedeutung. Der Schlüssel zu einer schnellen Installation mit INSTAFLEX liegt zweifelsohne in der richtigen Ausführung aller Vorfertigungsschritte. Aus unserer Erfahrung auf dem Säntis können wir bestätigen, dass, sogar wenn Deckenrohre beteiligt sind, die Installation mit INSTAFLEX nicht übermäßig zeitaufwendig ist.“


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Polybuten-1 wird häufig auch als Polybuten, PB, PB-1 oder Polybutylen bezeichnet.

Die PBPSA-Mitglieder verkaufen Polybuten-1 nicht für Rohrleitungsanwendungen, die für den Gebrauch in Nordamerika vorgesehen sind, und den Kunden und Händlern dieser Parteien ist es untersagt, aus PB-1 hergestellte Produkte für den Gebrauch in Rohrleitungsanwendungen für Nordamerika zu verkaufen.