Installations-/Verbindungstechniken

 
Moderne Verbindungstechniken für Rohrleitungssysteme aus Polybuten-1 sorgen für eine leichte, sichere und günstige Installation, unabhängig davon, ob die Verbindung in einer Werkstatt vorgefertigt oder auf der Baustelle ausgeführt wird.
Es gibt vier verschiedene Verbindungsmöglichkeiten für Polybuten-1-Rohre mit Formteilen. Hierbei handelt es sich um die Klemmverbindung, die Heizelement-muffenschweissung, die Heizwendelschweissung sowie Push-fit-Systeme für Sanitärinstallationen.

Klemmverbindung
Mechanische, Klemmverbindungen sind kunststoffgerecht ausgelegt. Durch die Trennung von Dicht- und Klemmbereichen lässt sich eine spannungsfreie, dauerhaft dichte Verbindung zwischen Rohr und Formteil ohne den Einsatz einer Elastomerdichtung erzielen. Aufgrund des sehr guten Kriechverhaltens sowie der hohen Biegefestigkeit und Wärmebeständigkeit von Polybuten-1 kann die Verbindung unmittelbar nach Fertigstellung Temperatur- und Druckbeanspruchungen ausgesetzt werden.

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Heizelementmuffenschweissung (HMS)
Die HMS zur Verbindung von Rohren und Formteilen ist zur Vorfertigung von Unterbaugruppen wie z.B. Kellerverteiler- und Steigleitungssysteme in einer Werkstatt geeignet. Zur Erzielung dauerhaft dichter Verbindungen ist es wichtig, dass die Schweisstemperatur und Fügezeiten beim Zusammenführen der Rohr- und Formteil-Komponenten präzise gesteuert werden. Dies lässt sich unter Werkstatt-bedingungen optimal erreichen. Durch das leichte Gewicht von Polybuten-1 lassen sich vorgefertigte Unterbaugruppen problemlos zur Baustelle transportieren und schnell, einfach und sicher installieren.
Gerade bei Baustellen mit hohem Zeitdruck, bietet die Vorfertigung ausserhalb des Einsatzortes enorme Vorteile zur Einhaltung einer engen Terminplanung.


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Heizwendelschweissung (HWS)
HWS-Formteile verfügen über eingespritzte Heizwendel mit entsprechendem Steckeranschluss. Nach korrekter Rohrmontage wird ein elektrisch betriebenes Schweißgerät anhand des Steckers an das Formteil angeschlossen. Das Schweißgerät misst automatisch den Widerstand im Heizwendel, um Art und Abmessungen des Formteils zu bestimmen. Ein entsprechender Strom wird dann in Abhängigkeit der Zeit durch den Heizwendel geleitet zur Erzielung optimaler Schweißbedingungen. Sobald der Schweißvorgang abgeschlossen ist, wird die Stromzuführung unterbrochen.
Dieses System ist äußerst zuverlässig und erzeugt gleichbleibend gute Hochleistungsschweißverbindungen. Das Schweißgerät ist klein genug, um am Einsatzort bei engen Platzverhältnissen eingesetzt zu werden - das einzige, was benötigt wird, ist eine Stromquelle. Das HWS wird häufig eingesetzt, um vorgefertigte Baugruppen unter Baustellenbedingungen zusammen zu fügen.


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Push-fit-Systeme für die Haustechnik
Push-fit-Systeme für die Haustechnik lassen sich für Trinkwasserinstallationen (Warm- und Kaltwasser) und für Heizungsinstallationen einsetzen. Die Verbindung erfolgt schnell, einfach und ohne Werkzeuge.Push-fit-Systeme der ersten Generation sind aussendichtend und werden auf Vollkunststoffrohre und Kupferrohre eingesetzt. Push-fit-Systeme der zweiten Generation sind innendichtend und dadurch grundsätzlich auf alle Rohr-Arten einsetzbar, insbesondere auf Mehrschichtverbundrohre, Vollkunststoff-Rohre.


Alle Push-fit Formteile besitzen vier Grundelemente:
  1. Armaturenkörper, in dem sich alle Komponenten befinden, sowie eine Abdeckung (die evtl. abnehmbar ist), um die Komponenten im Formteil zu halten.
  2. Ein Dichtmechanismus, gewöhnlich ein O-Ring oder ein Dichtungsring.
  3. Ein eingebauter Haltemechanismus, der das Rohr dauerhaft in der entsprechenden Stellung hält.
  4. Eine Stützhülse, die in das Rohrende passt, um bei der Einführung des Rohrs in das Formteil einer Verformung vorzubeugen.
Obwohl die Push-fit-Formteile sehr einfach in der Anwendung sind, erfordern aussendichtende Push-fit-Systeme die Beachtung folgender Montageschritte:
  1. Leitungsrohr rechtwinklig und gratfrei abschneiden (Schutzrohr mit Schutzrohrschneider trennen.
  2. Rohroberfläche überprüfen: sicherstellen, dass die Rohroberfläche keine Beschädigungen aufweist.
  3. Einstecktiefe markieren (Einstecktiefe = Länge der Stützhülse), als Hilfsmittel können auch die Einstecktiefenmarkierungen auf dem Rohr genutzt werden.
  4. Stützhülse einschieben: Durch den Einsatz der Stützhülse entfällt eine weitere Rohrendenbearbeitung
  5. Leitungsrohr einstecken: Rohrende gerade bis zur Markierung in das Formteil stecken. Der Widerstand am Dicht-Element muss überwunden werden. Beachte: Wird das Rohr nach dem Einstecken nochmals aus dem Formteil herausgezogen, dann muss das Rohrende um mindestens eine Einstecktiefe gekürzt werden.
  6. Sicherungsclip abziehen: Sicherstellen, dass das Rohr ganz eingesteckt ist. Das Leitungsrohr beim Abziehen des Clieps festhalten.
In allen Fällen sind bei der Installation von Push-fit-Systemen die spezifischen Installationsanweisungen des Herstellers zu befolgen.


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