Einführung von Polybuten-1 in Rohrleitungssystemen

Sanitäre Installationen

In jüngster Zeit lässt sich ein rapider Anstieg im Einsatz flexibler Rohrleitungs-Installationssysteme als Alternative für konventionelle starre Rohrleitungen feststellen. Vor 20 Jahren waren diese Systeme noch kaum bekannt und machten sich zum ersten Mal einen Namen als Marktnischenprodukt bei Anwendungen, bei denen der Zugang zu einem Verlegeort besonders schwierig war. Heute jedoch gehören sie zum Hauptangebot und werden in zahlreichen neuen Häusern und Gebäuden in ganz Europa und über die Grenzen Europas hinaus eingesetzt.

Als Rohmaterial verfügt Polybuten-1 über eine Ausgewogenheit an Leistungsmerkmalen, die ideal zur Herstellung von Warm- und Kaltwasserdruckrohrleitungssystemen geeignet sind. Aus Polybuten-1 hergestellte Rohre und Formteile erfüllen nachweislich die von nationalen, europäischen und internationalen Normen und Standards vorgeschriebenen hohen Anforderungen an mechanische Eigenschaften und Wasserqualität von Trinkwasser. Dies verbunden mit hoher Flexibilität sowie thermoplastischen Eigenschaften machen Polybuten-1 zu einem extrem vielseitigen Rohrmaterial für sanitäre Installationen.

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Rohrleitungssysteme aus Polybuten-1 stehen jetzt in Durchmessern von 10 mm bis 225 mm zur Verfügung und erfüllen ein breites Spektrum an Installationserfordernissen. Unabhängig davon, ob es sich bei einem Projekt um eine kleine Renovierung, sanitäre Installationen für ein Einfamilienhaus oder ein großes Hotel handelt, wird ein Rohrleitungssystem aus Polybuten-1 eine umfassende Lösung bieten.

Auf Polybuten-1 beruhende Systeme wurden zuerst von der Hepworth Plumbing Products eingeführt, die auch heute noch der Marktführer ist. Aber in jüngster Zeit haben auch eine Reihe anderer renommierter Hersteller flexible Systeme eingeführt, so dass mittlerweile wesentlich mehr Auswahl besteht und das Produkt in Europa und vielen anderen Ländern unmittelbar verfügbar ist. Dies hat mit zum Wachstum des Verkaufs von Polybuten-1-Produkten beigetragen.

Die Vorteile flexibler Systeme aus Polybuten-1 lassen sich gut unter zwei Überschriften betrachten: Installation und Nutzen

Installation
Da die Produkte aufgerollt geliefert werden, lassen sie sich am Einsatzort gut handhaben. Die Verfügbarkeit langer Rohrlängen bedeutet, dass die Notwendigkeit von Verbindungsstellen im Rohrleitungssystem verringert wird. Dieses Merkmal verbunden mit der Biegsamkeit der Rohre ermöglicht die Installation von sanitären Anlagen innerhalb eines gesamten Gebäudes in ähnlicher Weise wie die Verlegung elektrischer Kabel. Die Rohre können außerdem problemlos durch Gebäudeelemente hindurchgeführt werden.

Jüngste Fortschritte in anderen Aspekten der Haustechnik neigen ebenfalls zur Bevorzugung flexibler Systeme. Beispielsweise werden heute viele neue Häuser unter Verwendung geräuscharmer Deckenbalken bzw. Doppel-T-Träger gebaut. Diese können nicht in gleicher Weise wie herkömmliche Holzbalken gekerbt werden, weshalb Versorgungsleitungen, wie z.B. sanitäre Installationen, durch Bohrlöcher entlang der Mittellinie geführt werden müssen. Die Verwendung eines flexiblen Systems erleichtert diesen Vorgang.
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Zur Reduzierung von Abfallmaterial lassen sich die Rohre vor Ort problemlos auf entsprechende Länge schneiden. Weiterhin ergeben sich Sicherheitsvorteile, da die eingesetzten Verbindungssysteme keine Lötlampe erfordern und somit eine Brandgefahr ausgeschlossen ist. Dies erweist sich als besonders vorteilhaft bei engen Raumverhältnissen.

Leistung
Rohrleitungssysteme aus Polybuten-1 verfügen über eine geringere Wärmeleitfähigkeit als Kupferrohre und das bedeutet, dass das Wasser bei rauhen Wetterverhältnissen längere Zeit zum Gefrieren benötigt. Sollte ein Rohr doch einfrieren, dehnt sich das Rohr aus, um das zusätzliche Volumen aufzunehmen und zieht sich anschließend beim Auftauen wieder auf sein ursprüngliches Maß zusammen. Rohre dieser Art werden in Gebieten mit hartem Wasser keinen Kesselstein bilden und in Gebieten mit weichem Wasser werden sie nicht korrodieren. Sie absorbieren und unterdrücken Lärm, anstatt ihn weiterzuleiten. Es können sich in ihnen keine "Druckschläge" bilden, die andernorts ein Problem darstellen können, insbesondere in Gebieten, die für hohe Wasserleitungsdrücke bekannt sind.

Dieselben Eigenschaften, die die Verzögerung des Gefrierens von Wasser in Rohren aus Polybuten-1 reduzieren, sorgen auch dafür, dass die Rohre beim Anfassen nicht so schnell heiß werden, selbst bei hohen Temperaturen des durchlaufenden Wassers. Dies kann ein zusätzlicher Vorteil sein, insbesondere wo Kinder oder ältere bzw. kranke Leute zu den Bewohnern eines Hauses gehören.
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Aufgrund der geringeren Zahl erforderlicher Fittings sind Installationen, bei denen flexible Systeme eingesetzt werden, in hohem Maße kostengünstig. Was die Systemleistung anbelangt, so bieten flexible Produkte vorzügliche Langlebigkeit, wodurch sie eine gute langfristige Investition darstellen.

Flexible Installationssysteme, die mittlerweile einen wesentlichen Anteil des Marktes erobert haben, haben sozusagen ihre Reifeprüfung abgelegt und werden nunmehr weitreichend für Warm- und Kaltwasserversorgungs- und Zentralheizungsanwendungen eingesetzt. Vergleichbare Systeme sind auch für Fußbodenheizungen verfügbar, die sich gleichermaßen steigender Beliebtheit erfreuen.

Die Entwicklung dieser Produkte setzt sich weiterhin rapide fort, da Hersteller die Systeme erweitern und verändern, um den sich ändernden Erfordernissen gerecht zu werden.

Während flexible Systeme größte Marktdurchdringung im Wohnbautensektor erzielt haben, werden sie wegen der Problemlosigkeit bei der Installation, der Leistung und der Langlebigkeit auch weitläufig in gewerblichen und industriellen Umgebungen vorgeschrieben.

Ihr Einsatz wird den Voraussagen nach rapide zunehmen, da die Vorzüge für qualifizierte Installateure und Ersteller von Spezifikationen klar erkennbar sind.

Bezeichnenderweise lässt die Tatsache, dass viele der heutigen neuen Wohnbauten unter Verwendung dieser Systeme gebaut werden, die Systeme noch attraktiver und zur logischen Wahl für Änderungs- und Ausbauarbeiten in den kommenden Jahren werden. Zusätzlich zur steigenden Nachfrage bei Bauunternehmen für Wohnbauten ist davon auszugehen, dass in Zukunft auch qualifizierte Installateure sich für flexible Systeme bei Reparatur-, Wartungs- und Sanierungsarbeiten entscheiden werden.